Abitur 2010

Pragfahrt des 12. Jahrgangs (19.06. bis 25.06.2010)

Es war am 19. Juni 2010, als sich die Schüler und Schülerinnen des 12. Jahrgangs der Inselschule Fehmarn mit ihren Leitern Herrn Boschke, Herrn Danklefsen, Frau Konrad, Frau Matthiensen, Herrn Neumann und Frau Piehl auf den Weg nach Prag machten, um die Geheimnisse dieser Stadt zu erkunden. Bereits der Weg war beschwerlich: Während unser Busfahrer Rainer versuchte, uns mit erheblichen Temperaturschwankungen der Klimaanlage zu schwächen, kam auch aus eigenen Reihen ein Dolchstoß: Durch die kaum zu regulierende Lautsprecheranlage wurden wir mit den Klängen des Films „Fluch der Karibik II“ beschallt, was einigen unserer Reisegefährten das Gehör zu nehmen drohte. Dies führte zu ersten Opfern, die auf dem Fußboden des Busses in einen tiefen Schlaf fielen und erst in Prag wieder erwachten.

Aber auch Prag war uns anfangs nicht freundlich gesinnt: Während einige noch unter den Temperaturschwankungen des Busses litten, wurden andere Opfer des mit Algen versetzten Leitungswassers. Und einer unserer stärksten Kämpfer Simon wurde immens geschwächt, als er bezichtigt wurde, den Feueralarm im Hotel ausgelöst zu haben. Trotz all dieser Hindernisse sah sich der Rest unserer Gruppe noch in der Lage, das nächtliche Prag zu bewundern.

Die nächsten Tage wurden vormittags dazu genutzt, die populären Ecken Prags zu erkunden, um nachmittags - immer ausgerüstet mit wertvollen Insider-Tipps und Überlebensstrategien unserer Leiter – die weniger bekannten Geheimnisse dieser Stadt zu entdecken. Auf die Vormittage hatten sich immer einige von uns besonders gut (manchmal vielleicht auch weniger gut) vorbereitet, da sie in Form von Vorträgen ihre Mitreisenden über die Denkmäler der Stadt informieren sollten.

Während Michael an einem Vormittag auf dem Hradschin von 40 singenden Mexikanern gleichzeitig umarmt wurde, nachdem er ein Schild mit der Aufschrift „Free Hugs“ hochgehalten hatte, waren wir am folgenden Tag im jüdischen Viertel von der Geschichte um Rabbi Löws Golem und von der Schönheit der vielen Synagogen fasziniert. Neben dem Besuch des Kafkamuseums, das sich unterschiedlicher Beliebtheit erfreute, fuhren wir an einem Tage nach Theresienstadt und besichtigten dort das Sammellager und das Ghetto, was viele von uns sehr nachdenklich gestimmt hat.

Für die Nachmittage wählten viele jedoch ein weniger kulturlastiges Programm: Einige erkundeten zwar immer noch Prag – dem Geheimnis der Stadt auf der Spur, andere sanken ermattet in ihre Hotelbetten, wo sie mit Salzstangen und Gabeln in Bettritzen konfrontiert wurden. Wieder andere verglichen Schuh- und Kleidungspreise in den verschiedensten Läden.

Diejenigen, die das Rätsel um Prag lösen wollten, begaben sich in die verstecktesten Ecken der Stadt: Sie bestiegen den Nachbau des Eiffelturms, besuchten das Kommunismusmuseum, den Prager Zoo, irrtümlicherweise die sehr verstörende Vogelausstellung des Nationalmuseums, das Musikmuseum oder wanderten auf der Suche nach der Prager Kaffeehauskultur dreimal am Café Louvre vorbei. Weitere beliebte Beschäftigungen waren die stundenlange Suche nach Raiffeisenbanken oder Porträts auf der Karlsbrücke.

Doch spätestens um 18:30 waren wir alle wieder im Hotel, wo wir jeden Abend vergeblich auf das Prager Nationalessen, nämlich Knödel, warteten. Die anstrengenden Tage ließen wir höchst selten im Hotel ausklingen: Die schmerzenden Füße trugen uns in eine der unzähligen Bars, in die größte Disko Europas, zum Public Viewing und zu Bootstouren. Besonders romantisch veranlagte Mitreisende stiegen gar auf die höchste Erhebung Prags und betrachteten den stimmungsvollen Sonnenuntergang.

Sind wir letztendlich doch alle Freunde und Fans dieser Stadt geworden, so gab es doch Hindernisse zu überwinden: Der größte Feind eines besonders gewieften Leiters war die von ihm ausgewählte Wechselstube mit einem sagenhaft schlechten Kurs; eine Gruppe kämpfte einen stundenlangen verzweifelten Kampf mit dem Stadtplan. Andere hingegen mussten sich gegen den Frapuccino von Starbucks behaupten. Im Verlauf der Fahrt fiel nur ein Schüler dem größten Feind, dem Alkohol, zum Opfer, während andere nachts Opfer ihrer Hotelzimmertür wurden, die sich nicht mehr öffnen ließ.

Und das Rätsel? Das haben wir gelöst – es war irgendwo zwischen dem jüdischen Viertel, den shopping malls, dem Rosengarten und der größten Disko Europas. Und was ist das große Geheimnis der Stadt Prag? Das muss jeder selbst herausfinden!

Was uns bleibt, ist ein großer Dank an unsere Lehrer: Es war eine wunderschöne Fahrt!

Die Reisegefährten

Bericht als pdf: Pragfahrt des 12. Jahrgangs

Mallorca-Bericht

Zu Beginn der 13. Klasse beschloss unser Jahrgang, nach dem Abitur eine Abifahrt zu machen, die zum einen Erholung von den Strapazen des Abiturs bringen und zum anderen als Ersatz für die ursprünglich geplante Studienfahrt nach Berlin dienen sollte. Auf die Frage nach dem Ziel unserer Reise fand sich recht schnell eine Antwort, nämlich Mallorca, schien das inoffizielle 17. Bundesland doch auf einzigartige Weise die Interessen aller Mitreisenden, die man unter den Schlagworten Kultur, Strand und Party zusammenfassen könnte, in Einklang zu bringen. Zudem bot die Insel durch ihr Image einen weiteren Vorteil, konnten wir uns doch ziemlich sicher sein, dort auf keine ehemaligen Lehrkräfte zu treffen.

Voller Vorfreude und überreif für die Insel stiegen wir also am 16.06.2010 um 2.00 Uhr morgens auf Fehmarn in einen Bus, der uns zum Hamburger Flughafen brachte. Von dort ging es dann nach Mallorca, wo jeder die nächsten sieben Tage dazu nutzte, auf seine ganz eigene Art und Weise zu entspannen. Die einen pilgerten Tag für Tag an den Strand, während sich andere überwiegend den Freuden des berühmt-berüchtigten Ballermann 6 hingaben. Einige fanden sogar den Weg in die mallorquinische Hauptstadt Palma und ins Inselinnere, um Mallorca von einer anderen Seite kennen zu lernen.

Alles in allem hatte wohl jeder von uns eine unvergessliche Woche, auch wenn die Erholung bei so manchem, dessen Interesse hauptsächlich dem Feiern galt, zu kurz gekommen sein dürfte.

Abi-Ball (12. Juni 2010)

Während die Abiturienten in den Jahren zuvor die Woche vor dem mündlichen Abitur in der Regel zum Lernen nutzen konnten, steckten wir zu diesem Zeitpunkt noch mitten in den Vorbereitungen zum Abiball. So musste u.a. die Bootshalle des Hofes Hohenweide in Großenbrode, die als Ballsaal dienen sollte, geputzt und dekoriert werden. Glücklicherweise gelang es uns, rechtzeitig mit allen Arbeiten fertig zu werden, sodass der Ball wie geplant am 12. Juni 2010 stattfinden konnte.
Zu Beginn der Veranstaltung erfreuten sich die Gäste an einem sehr leckeren Buffet. Anschließend bat uns dann das Planungskomitee des Abiballs zum Eröffnungstanz auf die Tanzfläche, die auch die restliche Nacht über gut besucht war. Ein Highlight des Abends war dann noch der Auftritt der Schulband, der von den Anwesenden ebenso positiv aufgenommen wurde wie der Ball selbst.

Entlassungsfeier (11. Juni 2010)

Unsere offizielle Entlassung fand am Freitag, den 11. Juni 2010, in der Großsporthalle statt. Das Programm bestand aus einigen Reden, so z.B. von Herrn Borner im Namen der Lehrerschaft und von Freda Höpner, Thomas Hübener, Jana Zander und Niklas Laabs für den Abiturjahrgang, sowie aus Auftritten des InselSchulOrchesters unter Leitung von Dagmar Sydow-Graen. Für einen ganz besonderen Moment sorgten die Geschwister der Abiturienten, als sie unter Leitung von Herrn Borner und mit Teilen der Schulband zusammen das kölsche Abschiedslied „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr präsentierten. Anschließend folgte die feierliche Ausgabe der Abiturzeugnisse durch Frau Graßhoff und Herrn Saggau. Zum Abschluss trat dann noch einmal die Schulband mit zwei Liedern auf, deren Text für die Abiturienten umgeschrieben worden war, bevor zum Sektempfang gebeten wurde.

Abi-Streich (09. Juni 2010)

Die Vorbereitungen zum Abi-Streich begannen bereits am Abend des 08. Juni 2010 und zogen sich fast die ganze Nacht hin. Dabei wurden wir tatkräftig von Herrn Mohrhof und Herrn Danklefsen unterstützt, z.B. mit dem genialen Einfall, unsere mitgebrachten Getränke im Kühlschrank der Biosammlung zu lagern. Während die meisten von uns die Sporthalle unsicher machten, brachte eine kleinere Gruppe unser Abi-Denkmal, eine Flagge mit dem Schriftzug „Viva la Abilution!“, im Innenhof an.
Am nächsten Morgen holten wir dann die Schülerinnen und Schüler kurz nach Beginn der ersten Stunde aus ihren Klassenräumen und brachten sie in die Sporthalle. Währenddessen wurden unsere Lehrer mit einem von der Firma Stolz gemieteten Anhänger für Rundfahrten durch die Burger Innenstadt kutschiert. Anschließend kamen auch sie in die Sporthalle und wurden von Marcel Westphal in einer Anklageschrift der jahrelangen Unterdrückung ihrer Schüler bezichtigt. Diese bekamen dann die Möglichkeit, sich in diversen Wettkämpfen mit den Lehrern zu messen und sich an ihnen zu rächen. Zur Unterhaltung der Zuschauer traten zwischen den Spielen die Schulband „Offshore“ und das Hip-Hop-Duo „Crisse und B1st“ auf und wir verkauften Kuchen, Getränke und die Abi-Zeitung. Als die Wettkämpfe vorüber waren, veranstalteten wir dann noch ein gemeinsames Grillen mit unseren Lehrern, um dem Streich ein rundes Ende zu geben.

Mottowoche

Generationen von Schülern können bestätigen, dass der Schulalltag allzu oft von bitterem Ernst geprägt ist und daher wenig Anlass zur Freude gibt. Das erkannte auch der diesjährige Abiturjahrgang und beschloss, diesem Ernst mit ein wenig Verrücktheit die Stirn zu bieten. Kurzerhand wurde die wegen des langen Pfingstwochenendes auf vier Tage verkürzte Woche vom 17. bis zum 20. Mai 2010 zur Mottowoche erklärt, d.h. die Schüler des 13. Jahrgangs verkleideten sich jeden Tag gemäß einem anderen Motto. Dabei ist es ihrer Kreativität sowie ihrer schier grenzenlosen Resistenz belustigten Blicken gegenüber zu verdanken, dass die ganze Aktion ein voller Erfolg wurde. Nicht nur die Abiturienten, sondern auch alle anderen Schüler der Inselschule und nicht zuletzt die Lehrer haben sich während der vier Tage köstlich amüsiert, was sowohl an den Verkleidungen als auch an gelegentlichen Polonaisen durch Lehrerzimmer und Schulgebäude lag.
Verkleidungen zu folgenden Mottos gab es zu bestaunen:

Ob nun als T-Shirt-Aufdruck oder Gesichtsbemalung, am Montag war die Schule voller Blumen und Peace-Zeichen, denn das Motto lautete Hippies.

Am Dienstag schien den 13. Jahrgang jegliche Motivation verlassen zu haben. Die Schüler schafften es gerade noch, sich in Pyjama und Bademantel in die Schule zu schleppen.

Der Mittwoch stand unter dem Motto Bad Taste, wobei sich so gut wie alle Jungen in Jogginghose, Unterhemd und Badelatschen kleideten, um dem Motto gerecht zu werden. Die Mädchen hingegen zeigten sich in allen nur erdenklichen Farb- und Kleiderkombinationen.

Donnerstag stimmten sich die Abiturienten dann schon auf die Fußballweltmeisterschaft ein und erschienen mit Trikots, Fahnen und passender Gesichtsbemalung zum Unterricht.

Um der Mottowoche einen gebührenden (wenn auch etwas verspäteten) Abschluss zu geben, erklärte der 13. Jahrgang den 27.05.10 kurzerhand zum Mallorca-Tag und stimmte sich, sommerlich gekleidet, schon einmal auf die Abschlussfahrt nach Mallorca ein.

Jana und Niklas

„Offshore“ – Die Band der Inselschule Fehmarn

Bereits seit Mitte der Neunziger Jahre verbreitet die unter dem Namen „White Dots“ gegründete und im vergangenen Jahr in „Offshore“ umbenannte Schulband auf Fehmarn gute Laune.
Von Anfang an dabei war Hartmut Danklefsen, Lehrer für Mathematik und Physik an der Inselschule, und zwar in einer Doppelrolle als Betreuer und aktives Mitglied. Die Freude und Begeisterung, die er Jahr für Jahr bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern zeigte, kann sicher von allen ehemaligen und aktuellen Mitgliedern der Band bestätigt werden.

Das Repertoire der Band richtet sich nach den Wünschen der Bandmitglieder und erstreckt sich von sanften Pop-Balladen wie „Bubbly“ von Colbie Caillat bis hin zu rockigen Liedern, z.B. von den Red Hot Chili Peppers. Mit „Wonderwall“, „How Bizarre“ und „Breakfast at Tiffany’s“ gibt es allerdings auch drei Traditionsstücke, die jede der bisherigen Bands gespielt hat.

Zu sehen ist „Offshore“ bei Schulveranstaltungen wie dem Abiball und der Entlassung der Abiturienten, Privatfeiern und öffentlichen Events, z.B. beim Burger Hafenfest.

Bei den Auftritten kann man zurzeit folgender Besetzung zuhören:

Svenja Bruning – Gesang
Thomas Hübener – Gitarre
Davide Kircholtes – Bass und Gesang
Caroline Kümmerling – Gesang
Henning Schewe – Schlagzeug
Lara Schulz – Gesang
Tzy Ling Ting – Keyboard
Jan-Claas Wilcken – Gitarre und Gesang
Hartmut Danklefsen – Gitarre und Gesang

Leider werden die Abiturienten Svenja, Thomas, Jan-Claas und Caroline die Band zum Ende dieses Schuljahres verlassen. Es bleibt also zu hoffen, dass Herr Danklefsen adäquaten Ersatz für sie finden wird. Schließlich erfreut sich „Offshore“ weiterhin großer Beliebtheit. Allein auf ihrem Abschiedskonzert am 07. Mai 2010 spielte die Band fast drei Stunden lang und begeisterte damit alle Anwesenden, die sogar noch eine Zugabe forderten.

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