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21.06.2022 | Podiumsdiskussion zum Europatag

“Diese Veranstaltung ist wichtig, weil sie Menschen zusammenbringt”, so Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, in ihrem auf Video aufgenommenen Grußwort zum Europatag 2022. Auch auf Fehmarn trafen am 23. Mai Politiker*innen der Kommunal- und Landesebene aufeinander, um die Fragen der Schüler*innen der Oberstufe der Inselschule Fehmarn zu diskutieren. Falko Siering (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias von der Heide (CDU), Kai Vogel (SPD), Maximilian Reimers (Die Linke) und Gunnar Mehnert (F^3) äußerten sich abwechselnd zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen.

Die von Maya Sartor und Leah Schmidt moderierte Diskussion war in zwei Themenblöcke unterteilt. Während der erste Themenblock sich mit der Nachhaltigkeit beschäftigte, war das Thema des zweiten Blockes die Friedenssicherung in Europa.

Einig waren sich alle Politiker*innen, dass sich in der EU-Agrarpolitik für die Nachhaltigkeit etwas tun muss. “Im Bereich der Nachhaltigkeit geht da noch ganz, ganz, ganz viel”, sagte Kai Vogel in der, von der Q1a organisierten, Podiumsdiskussion. Siering meinte, die Agrarpolitik gehe zwar in die richtige Richtung, dies aber eher halbherzig. Auch Gunnar Mehnert äußerte Kritik und bezeichnete es als ein “Unding”, dass Spekulanten, legal Ländereien kaufen würden.

Gerade in Ostdeutschland ist das sogenannte “Landgrabbing” schon seit mehreren Jahren präsent. Große Unternehmen kaufen dort landwirtschaftliche Flächen auf und profitieren von deren Gewinnen, für Kleinbauern vor Ort bleibt häufig nur wenig verfügbares Ackerland. (Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Ackerland-im-Ausverkauf-4325859.html?seite=all / https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/report-agrarwirtschaft-wie-spekulanten-regionalen-bauern-das-land-abjagen/24924094.html )

Maximilian Reimers forderte mehr Unterstützung von Familienbetrieben in der Landwirtschaft und finanzielle Förderungen für Qualität - statt pro Fläche. Wie Käse und andere, von Rindern erzeugte, Produkte mit der gewünschten, geplanten Kohlenstoffdioxid-Neutralität zusammenhängen, behandelte von der Heide in seiner Äußerung.

Ob die geplante Fehmarn-Belt Querung mehr Vor- oder Nachteile mit sich bringt, wurde von den Politiker(n)*innen verschieden interpretiert. Positiv seien Verbesserungen der Infrastruktur und ein vermutetes Wirtschaftswachstum, außerdem würde Europa enger zusammenwachsen. Verschiedene umweltpolitische Gründe zeigten aber auch Nachteile an der Fehmarn-Belt Querung auf. Jetzt sei es der Anspruch, während der Planung und des Baus die Nachteile zu minimieren.

Die momentane Situation und Friedenssicherung betreffend, waren die Antworten der Politiker*innen sehr direkt: “Wir haben gerade keinen Frieden in Europa”, so von der Heide. Auch Kai Vogel sah den Frieden “überhaupt nicht gesichert”. “Da muss ich ganz ehrlich sagen, das macht mir schon Angst”, erklärte er den Schüler*innen. Der CDU-Politiker meinte, die EU müsse stärker werden. Reimers forderte eine Überarbeitung der Bundeswehrbeschaffung. Verschiedene Ansichten zu Waffen sorgten für eine Diskussion unter den Politiker*innen.

“Europa muss uns näherkommen, auch hier in der Kommune”, hieß es von Falko Siering zu Beginn der Podiumsdiskussion. Wir, die Q1a, hoffen, dass wir mit der Organisation der Podiumsdiskussion vielleicht einen kleinen Teil dazu beitragen konnten. Vielen Dank an Herr Graap und Herr Danklefsen, für die Leitung und technische Organisation.

R. Engel

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