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04.05.2026 | Flensburg-Konferenz des Baltic Sea Projects – Abschluss von „Cold Matters“

Vom 15. bis zum 18. April 2026 nahm die Baltic Sea AG unserer Schule an der Flensburg-Konferenz des Baltic Sea Projects teil. Das Baltic Sea Project ist ein Zusammenschluss von Schulen aus den Ostseeländern, die gemeinsam zu verschiedenen Umwelt- Klima- und UNESCO Themen arbeiten. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Thema „Cold Matters“, ein seit 2024 laufendes Projekt, das sich mit der Bedeutung von Kälte für unser Klima auseinandersetzt und zugleich den Blick darauf richtet, welche Rolle Kälte in unserem Alltag spielt. Die Flensburg-Konferenz bildete den Abschluss dieses Projekts, zu dem zuvor bereits mehrere internationale Begegnungen stattgefunden hatten. Neben der inhaltlichen Arbeit bot die Konferenz vor allem Raum für intensiven interkulturellen Austausch zwischen den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, wodurch wir nicht nur neue Perspektiven gewinnen, sondern auch zahlreiche Ideen für unsere weitere schulische Arbeit mitnehmen konnten.

 Insgesamt nahmen Delegationen aus neun Ländern an der Konferenz teil. Darunter acht Ostseeländer sowie ein Wissenschaftler aus Neuseeland, der das Projekt begleitete. Dadurch entstand von Beginn an eine internationale Atmosphäre, die den Austausch zwischen den Teilnehmenden prägte. Trotz der unterschiedlichen Hintergründe entwickelte sich schnell ein gemeinsames Miteinander, bei dem Englisch als gemeinsame Sprache eine zentrale Rolle spielte und den direkten Austausch erleichterte.

Nach der Ankunft in Flensburg und dem Einfinden in der Jugendherberge begann die Konferenz mit einem ersten Kennenlernen der verschiedenen Delegationen, sodass bereits früh Kontakte geknüpft werden konnten. Im weiteren Verlauf rückten die inhaltlichen Programmpunkte zunehmend in den Vordergrund, wobei insbesondere die Workshops eine zentrale Rolle spielten. Im Mittelpunkt der Konferenz standen verschiedene Workshops, Climate Fashion, Climate Stories sowie ein Dokumentationsworkshop, der die Ergebnisse festhielt und für die Öffentlichkeit aufbereitete. Zudem gab es einen Workshop, der von den Youth Ambassadors organisiert wurde. An diesem nahmen auch wir teil. In diesem Rahmen hatten wir die Möglichkeit, mit einem Vertreter des Europäischen Parlaments, Rasmus Andresen, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und aktuelle Themen zu diskutieren, wodurch ein direkter Austausch zwischen Jugendlichen und Politik ermöglicht wurde.

Ein zentraler Höhepunkt der Konferenz war die Public Conference am Freitagnachmittag, bei der die zuvor erarbeiteten Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert wurden. Dabei wurden sowohl die Projekte der teilnehmenden Schulen als auch die Ergebnisse der Workshops vorgestellt, wodurch deutlich wurde, wie vielfältig die Ansätze innerhalb des Projekts waren. Zusätzlich wurden verschiedene Podcasts aufgenommen. Ein besonders maßgebliches Element dieser Veranstaltung war der sogenannte Clothes Swap, bei dem alle Teilnehmenden ein Kleidungsstück mitbrachten und dieses vor Ort tauschen konnten. Die Idee sich mit Kleidung und ihrer Auswirkung aufs Klima zu beschäftigen, stammte von einer vorherigen internationalen Konferenz. Den Kleidungsstücken beigelegt waren kleine Etiketten, die mit Nachrichten der Vorbesitzer und den Emissionswerten versehen waren.

Neben den inhaltlichen Programmpunkten spielte aber auch das gemeinsame Erleben eine wichtige Rolle, insbesondere im Rahmen des Cultural Evenings, der für uns ein besonderes Highlight darstellte. Hier bot sich die Gelegenheit, die verschiedenen Kulturen näher kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Aktivitäten zu erleben, wobei vor allem Beiträge einzelner Länder, wie beispielsweise aus Schweden, durch interaktive Spiele, besonders in Erinnerung blieben. Auch die gemeinsame Freizeitgestaltung, wie etwa Spaziergänge am Hafen, kleinere Ausflüge in die Stadt oder gemeinsames Einkaufen, trugen dazu bei, den Austausch weiter zu vertiefen. Bei einer Stadtrally durch die Innenstadt Flensburgs haben wir uns viel mit der Delegation aus Finnland unterhalten und saßen auch anschließend in der Jugendherberge noch zusammen.

Insgesamt wurde im Verlauf der Konferenz deutlich, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Baltic Sea Projects weit über den rein fachlichen Austausch hinausgeht und vor allem von einem offenen und respektvollen Miteinander geprägt ist, bei dem jede Stimme gehört wird und aktiv in den Prozess eingebracht werden kann. Die Begegnungen, Gespräche und gemeinsamen Erfahrungen haben gezeigt, wie wertvoll dieser Austausch ist und wie stark er über die eigentliche Konferenz hinaus geht.

Zur kostenfreien Podcast- Episode zum Baltic Sea Project „Cold Matters“ geht es hier.

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